Die Tretmühle … Oder: Täglich grüßt das Murmeltier.

Tag: Beliebig

05:00 – Aufwachen auf der Couch – oder so was in der Art

05:10 – Nuttenfrühstück (Kaffee schwarz & Zigarette). Nebenbei Nachrichten im Internet lesen. Die EU/Bundesregierung/Wasauchimmer hat wieder gan tolle Ideen gehabt. Ich kanns nicht mehr lesen. Am liebsten alle in einen Sack und immer mit dem Knüppel drauf – triffst nie einen falschen.

06:00 – 08:00 – Vielleicht sollte ich langsam mal zur Arbeit. Muss ich? Will ich? Ein Kaffee geht noch. Und nochmal was nachsehen. Und hier … Und da … Und überhaupt. Egal …. Ein Kaffee passt noch. Muss ich jetzt wirklich los?

07:00 ~ 10:00 – Irgendwann dazwischen … Eine Stunde Bahnfahrt. Lesen … Entspannt ja. Seite umgeblättert. Was war eben noch? Eine Seite zurück? Vielleicht ist lesen doch nicht so toll. Lieber doch Musik hören. Nee, dass nicht … Das auch nicht. Ja, das geht. Nee doch nicht. Egal … Irgendwas. Hauptsache hart. Hauptsache laut. Musik an. Welt aus.

Danach – Schleppen von der Bahn zur Arbeit. Der Weg ist immer der gleiche. Trotzdem scheint er jeden Tag länger und steiler zu werden. Och nee … Da hinten geht ein Kollege … Nee, nicht gesehen … Lieber einen Schritt langsamer gehen. Da vorne ist die Firma … Noch einen Song hören … Und ne Kippe muss auch sein.

Im Büro eingetroffen … Kollegen, die eigentlich gerade unsere vorarbeit umsetzen sollen, machen Frühstück. Der Tisch sieht noch genauso chaotisch aus wie gestern. Schade. Anderer Kollege schon fleissig … Und anderer Kollege sich am aufregen, weil die Event-Truppe wieder tolle Ideen hatte, die gegen die Realität von Raum und Zeit verstossen. Oder gegen Gesetze und Arbeitsschutz. Oder nur gegen den gesunden Menschenverstand. Ich kanns nicht mehr hören. Hinweise zwecklos. Völlig Beratungs-Resistent.

Telefon klingelt. Kollege ist zum Glück schneller. Rechner an, Kaffee holen. Bis der hoch gefahren ist, Mail und Auftragsprogramm gestartet ist, ist der erste Becher Geschichte. Mails checken – wieder Meetings. Und Sonderwünsche. Und und und … Also Aufträge schauen. Und ärgern. Das Mail-Programm ist nur beschränkt. Die Auftrags-Verwaltung … Die ist offenbar von Geisteskranken erstellt worden. Ich kanns nicht mehr sehen.

Meeting über anstehende Arbeiten … Die Vorplanung Katastrophe. Die Umsetzung am liebsten gestern. Die freien Termine in weiter ferne. Die anderen Arbeiten sind eilig. Die aktuelle ist noch eiliger. Jeden Tag aufs neue. Das benötigte Material nicht vorhanden. Wie soll das alles funktionieren? Ich kanns nicht mehr sagen.

Wieder am Platz. Was nun zuerst? Material suchen? Vorplanung? Protokolle von vor x Tagen schreiben? Rückrufe beantworten? Neue Aufträge? Neue Mails? Endlich mal Pause? Ich kann nicht mehr drüber Nachdenken. Erstmal Zigarette.

Telefon klingelt. Oh nein. Bitte nicht. Was kommt nun? Gehe ich ran? Flüchte ich? Bin ich gerade mit irgendetwas beschäftigt? Na gut … Ist zum Glück nur eine Kleinigkeit. Wer soll die erledigen? Kollegen sind da – machen Pause. Debattieren? Ich machs lieber gleich selber.

Kollegen sind im Feierabend. Nur noch ein Kollege und ich sind da. Pause? Ich könnte auch gleich Feierabend machen … Aber Tisch ist noch voll. Was war vorhin noch? Wer hatte angerufen? Ich kann mich nicht erinnern.

Kollege ist auch weg. Endlich mal Ruhe. Endlich mal irgendwas erledigen.

… Wird fort gesetzt ….

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Ein Gedanke zu “Die Tretmühle … Oder: Täglich grüßt das Murmeltier.

  1. Pingback: Diet ´n Datt – 20. März 2014 | Mark Ohhh's Blog

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