Unter Druck …

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Wenn Druck zu stark wird, muss er entweichen – oder es kommt zu einer Explosion. Das ist in der Physik so, das ist beim Kochen so – und leider auch mit Empfindungen. Wenn Stress und Anspannung wachsen, muss man sich damit irgendwie arrangieren. Wenn man das nicht tut, erfolgt zum Glück keine wirkliche Explosion, aber doch ein emotionaler Ausbruch – Wut, Enttäuschung … was auch immer. Das hatte ich gestern wieder erlebt – also schreibe ich mal was zur Situation. Und was man vielleicht damit anfangen kann – in Form einer ABC-Analyse.

A – Das Auslösende Ereignis bzw. die entsprechende Situation:
Hatte mich Samstag morgen auf Yoga gefreut, anschließend noch etwas Nia und eine Einheit Stretching und Entspannung.
Das Gedränge direkt vor dem Raum war wieder erheblich, dann hab ich gesehen, das ein anderer Trainer da war.
In der Anfangsentspannung waren ein paar am sabbeln, als hätten die sich Jahre nicht gesehen. Die Übungen waren so na ja – aber Okay. Aber der Kerl neben mir war am schnaufen wie ne Dampflokomotive. Immerhin waren wir beim Yoga – nicht bei der Marathon-Vorbereitung.
Beim Nia war dann wieder eine bekannte Trainerin da – aber die Übungen haben mir keinen Spaß mehr gemacht und habe dann auch nur eher schlecht als recht mitgemacht. Dadurch ging die Stimmung noch mehr in den Keller – und ich bin dann auch gegangen und hab die letzte Stunde dann fallen gelassen.
B – Bewertungen & Automatische Gedanken
Morgens:
– Vorfreude, „Hurra, Beim Yoga Entspannen – und dann beim Nia noch etwas austoben!“
Vorher:
 – Gedränge: „Können die nicht mal ruhig sein?“, „Warum lassen die nicht erstmal die Leute raus?“, „Gibt es IRGENDEINEN Grund, warum man am engsten Punkt des Ganges warten muss?“ -> Genervt, Alle doof.
 – Anderer Trainer: „Doof … Soll ich wieder abhauen?“
Yoga:
 – Unruhe: Nicht zur Ruhe gekommen, Ablenkung, Umfeld konnte ich nicht ausblenden, .. -> Genervt
 – Geschnaufe: Ablenkung, nicht fokussieren können, „Kann der nicht mal ruhig sein?“, „So anstrengend ist das ja nu wirklich nicht!“, „Nochmal bleib ich nicht neben dem!“ -> Genervt!
Nia:
 – Ständig abgelenkt, konnte den Übungen nicht mehr folgen -> Nervt noch mehr
 – „Alles doof – Was mach ich noch hier?“
 – „Am besten, ich verschwinde gleich – zu viele Leute um mich herum!“
C – Konsequenzen (Gefühle, Körperempfindungen, Beobachtbares Verhalten, Kurzfristige sowie Mittel- und Langfristige Konsequenzen)
 – Gefühle: Enttäuschung, gereizt, Unbefriedigt,
 – Körperempfindungen: innere Unruhe, Anspannung, Aggression,
 – Verhalten: Missmutig, Abweisendes Verhalten, Flucht,
 – Kurzfristige Konsequenzen: Erhoffte Entspannung/Ablenkung bleibt aus, Stimmung ist negativ gefärbt,
 – Mittel-/Langfristige Konsequenzen: Keine Lust auf andere Aktivitäten, Dadurch evtl. auch Enttäuschung bei anderen Leuten
Alternatives Verhaltensziel?
 -> In Arbeit ….
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2 Gedanken zu “Unter Druck …

  1. Sehr reflektierend. Hut ab. Nicht viele erkennen sich und ihr Verhalten so gut. Hast du schon mal andere Aktivitäten für dich probiert, die dich dann aus der Anspannung holen können? Ich kenne diese Genervtheit gut genug, ich versuche mein Denken dann umzustellen und mit Musik spazieren zu gehen, mein Tempo je nach Anspannung zu kontrollieren.

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