Quo Vadis, 2013?

Nun haben wir tatsächlich (fast) wieder ein Jahr überstanden – und können uns dann auf 2014 freuen. In der Hoffnung, das die Arschkarten mal neu gemischt werden – oder so ähnlich. 😀  Natürlich wünsche ich allen meinen Lesern einen guten Rutsch – und ein hoffentlich positives Jahr 2014! Aber dafür sollte der Eintrag hier nicht sein. Natürlich soll man lernen, loszulassen – und nicht ständig der Vergangenheit nachtrauern – aber sie deswegen völlig abzuhaken finde ich falsch. Also sollte man sich vielleicht noch die Zeit nehmen, mal nachzudenken was 2013 denn zu einem besonderen Jahr gemacht hat. Und sehen, welche Lehren man denn (vielleicht) für das nächste Jahr ziehen kann.

Wer vor der Vergangenheit die Augen verschliesst, wird blind für die Gegenwart.

– Richard von Weizsäcker

Tatsächlich hab ich so etwas noch nie geschrieben – und momentan gehen mir so viele Ideen durch die Rübe, wie ich das „gaaaaanz toll“ machen kann, das ich gar nicht mehr weiss, was nun besser ist …. Aber ich versuche es einfach mal.

Für mich persönlich definiert 2013 auf jeden Fall einen Neu-Anfang. Zweifellos ist das Jahr geprägt von einem Wechsel zwischen Licht und Schatten – wobei es in bester Tradition der vorangegangenen 2 oder 3 Jahre genau so finster angefangen hat wie das Alte Jahr aufhörte. Anfang diesen Jahres hätte ich nicht beschwören mögen, das ich auch ein 2014 noch erleben würde. Das allerdings ist ein Kapitel, das ich nur zu gerne beende – von den Suizid-Gedanken bin ich verschont geblieben, seit ich meinen Therapeutinnen Frau F. und Frau C. in der Klinik per Handschlag versprochen habe, nichts dergleichen zu tun.

Wenn ich (wie üblicherweise) spät Abends von der Arbeit nach Hause kam, habe ich mich im dunklen durch das Treppenhaus geschlichen – aus Angst, jemand könnte auf mich aufmerksam werden. Das ist auch vorbei – ich freue mich (meistens), wenn ich mal meine Nachbarn treffe – und wenn ich im dunklen nach Hause komme, mache ich als erstes das Licht an. Nicht, weil es unbedingt nötig wäre (im Prinzip halte ich das sogar für Energie-Verschwendung) – aber es ist jedes mal befreiend, zu denken: „Hier bin ich – und ich habe keine Angst!“.

Nach dem ich 2 oder 3 Jahre nicht mehr in meinen Briefkasten gesehen habe, sondern nur hin und wieder mal etwas herausgeklaubt habe, was überstand (Meist Wochenblätter … dabei steht auf dem Briefkasten doch: Keine Werbung – Keine Wochenblätter!) … Die Situation ist zumindest besser geworden. Es kostet trotzdem immer noch eine Menge Überwindung, in den Briefkasten zu sehen. Aber ich schaffe es zumindest mehrmals in der Woche.

Telefone … sind noch so eine Sache. Anrufe von unbekannten Nummern fallen mir mitunter immer noch schwer – aber ich bekomme keine Panik-Attacken mehr, wenn ein Telefon in meiner Nähe klingelt. Selber Anrufe tätigen … das ist zumindest nicht unmöglich, aber es ist immer noch so, das die Erfolgswahrscheinlichkeit abnimmt, je länger ich darüber nachdenke.  Das gilt übrigens auch für Mails, Kurznachrichten oder solche Sachen.

Menschen … Sind noch so eine Sache. Natürlich bin ich froh, meine Freunde zu haben – ohne die wäre das Jahr für mich möglicherweise eher zu Ende gewesen. Oder meine Familie – zu der ich (nicht zuletzt dank meiner Schwester) mittlerweile wieder so etwas wie ein Verhältnis habe – Nachdem über 2 Jahre Funkstille herrschte. Oder meine Mitpatienten, die ich während meines Klinik-Aufenthaltes kennengelernt habe. Oder natürlich meine Therapeutin – ich wüsste nicht, was ich ohne die machen würde. Fremde Menschen sind aber immer noch so eine Sache … Auf diese zugehen ist schwer. Sehr schwer. :/

Beziehung … Ist erst einmal kein Thema. Nachdem meine letzte Beziehung sich mehr und mehr zur Last entwickelt hatte (was mir nicht einmal bewusst war) bin ich mittlerweile eigentlich froh, das ich momentan tun und lassen kann, was ich will. Nicht, das ich da wirklich gebrauch von mache … Aber immerhin: Ich könnte. Und wer weiss – vielleicht bin ich ja doch keine Bratpfanne und nen passender Deckel findet mich doch noch mal. Suchen tu ich ihn allerdings nicht (mehr).

Die guten Vorsätze hebe ich mir mal für den nächsten Artikel auf – das sollte vorerst reichen. Auf jeden Fall wird mir 2013 als das Jahr in Erinnerung bleiben, wo ich wieder angefangen habe, zu leben. Und das behalte ich gerne in Erinnerung.

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3 Gedanken zu “Quo Vadis, 2013?

  1. Der Rückblick klingt durchweg positiv, da braucht es ja nicht viele Vorsätze, wenn du so weitermachst. Ich denke, du hast in diesem Jahr viel erreicht, darauf kannst und solltest du stolz sein. Starte einfach locker in 2014 und bleib so! 🙂

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