Alte Herzenssachen … Oder neue?

Oh jee … Geschichten von den HExen ….

Nein, nicht ganz so schlimm – aber da der Blog für mich so etwas ist wie für Professor Dumbledore sein Denkarium gehören auch ein paar Sachen dazu, die ich teilweise selber schon in die geistige Rumpelkammer geschoben hatte.

Eine davon – es ist mittlerweile etwa 8 Jahre her, (ich war frisch geschieden und über den gröbsten Schmerz hinweg) betrifft eine Bekannte, im weiteren Sinne vielleicht sogar so etwas wie eine Arbeitskollegin. Gekannt haben wir uns schon wesentlich länger, hatten uns gut Verstanden, hatten aber nie weiteren Kontakt. Irgendwann hatten wir dann mal ein paar Ausflüge gemacht, hatten uns spontan mal verabredet, viel SMS hin und her geschrieben, unterhalten konnten wir uns auch toll. Ich mochte sie. Mindestens.

Mittlerweile weiß ich, das sie an Beziehungen wohl nicht mehr interessiert war, aber bis das auch bei mir angekommen war hatte es eine Weile gedauert. Bis dahin war es eine Qual, auf eine Antwort auf eine Mail zu warten. Jede Stunde, sogar jede Minute war eine zu viel. Wenn ich auf eine SMS keine Antwort bekam, stand ich kurz vor einem emotionales Armageddon. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – Und in dem Fall hatte sie offenbar einen außergewöhnlich langen und qualvollen Tod. Ich weiß nicht, wie lange ich still vor mich hin gelitten und gehofft hatte – aber es war eine gefühlte Ewigkeit. Danach habe ich den Kontakt zu ihr auch weitgehend abgebrochen.

Ich weiß nicht, ob das der Zeitpunkt war, an dem ich meine Emotionen gleich mit in den dunklen Keller gesperrt habe – aber zumindest hatte ich mir geschworen, so etwas nie mehr mit zumachen. Nie mehr jemanden so nahe an mich heranzulassen, das es weh tun würde. Zumindest nicht allzu schnell. Das war einer der Vorsätze, die nicht von Dauer waren. Aber zumindest will ich versuchen, die Erwartungen nicht grundlos in die Höhe schrauben, ein idealisiertes Bildnis aufbauen, was dann nur in noch größerem Getöse in sich zusammen stürzen und ein unnötig großes Loch hinterlassen kann.

Und wo stehe ich nun? Ich warte auf Nachricht von einer, von der ich im Prinzip nicht allzu viel weiß, die mir sympathisch ist und, und, und … und trotzdem schafft sie es anscheinend, mich um den Schlaf zu bringen. Ich bin immer noch nicht Müde, obwohl es jetzt schon 5:00 Uhr ist. Aber ich weiss auch, wenn ich mich jetzt hinlegen, mich unter der Decke einkuscheln und die Augen schließen würde … Ich würde sie im Arm halten, ihrem gleichmäßigem Atem lauschen, ihr einen zarten Kuss in den Nacken geben und ihr eine gute Nacht und süße Träume wünschen. Und mich lieber von meinem Arm trennen, als sie aufzuwecken.

Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, das ich dieses „verknallt sein“ nicht irgendwo genießen würde. Aber ein Gedanke dränge ich trotzdem immer in den Vordergrund – ob ich will oder nicht.

Es ist – trotz allem – nichts anderes als ein Traum.

Wenn auch ein schöner.

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