Der mit dem Frettchen tanzt

Tiere sind was tolles. Das kann vermutlich jeder bestätigen, der schon einmal ein Tier hatte. Momentan habe ich bloß ein Nano-Aquarium mit 10 Bienen-Garnelen und einer Zebra-Rennschnecke. Das ist zwar hübsch anzusehen – aber der Unterhaltungswert hält sich doch eher in engen Grenzen. Dank sehr guter Wasserversorgung unseres örtlichen Dienstleisters hält sich der Pflegeaufwand auch in überschaubaren Grenzen.

Hunde sind auch toll – und offenbar mögen die mich auch. Allerdings würde ich mir keinen Hund anschaffen, wenn ich nicht weiß, das ich auch die Zeit für den habe. Den während der Arbeit alleine zu Hause zu lassen mag ich dem nicht antun – also bleibt nur Hundesitting oder mal den Wauwi von Eltern ausleihen.
Letztes Jahr hatte ich meine Cousine besucht, die hatte von einer Lehrkollegin ein Frettchen „geerbt“. Das fand ich süß. Und hatte mit dem Gedanken gespielt, mir selber eines zuzulegen – Hatte aber dann doch immer gezögert. Ich hatte dann doch noch zu viele Bedenken, ob ich die Belastung wirklich haben möchte. Ein Tier bedeutet auf jeden Fall Arbeit. Das will beschäftigt werden, braucht Futter, Auslauf und ein sauberer Käfig wäre auch von Vorteil. Und Frettchen sind nicht die einfachsten Tiere. Sie haben eigentlich nur Unsinn im Kopf, klauen alles was nicht niet- und Nagelfest ist und das man sie komplett stubenrein bekommt ist eher unwahrscheinlich. Also hatte ich den Gedanken erst einmal weg geschoben.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Aber wie der Zufall so spielt: Cousinchen steckt momentan in Abschlussprüfungen und Aussendienst, muss sich nach (bestandener) Prüfung ne Wohnung suchen … da bleibt für ihr Frettchen nicht mehr viel Zeit. Also habe ich die Gelegenheit ergriffen – und nun ist Frieda seit etwas über einem Monat bei mir eingezogen.
Mein Wohnzimmer sieht jetzt eher wie ein Frettchen Spiele-Paradies aus, am meisten hat es ihr aber mein Bücherregal angetan: Sie scheint auf Desmond Bagley und Tom Clancy zu stehen – Jedenfalls räumt sie die mit Vorliebe aus. Seit dem sie hier ist, sind 2 Geschirr-Handtücher, ein Schwamm und diverse Socken verschwunden (die sie vermutlich unter der Couch deponiert hat). Hin und wieder räumt sie gerne mal meinen Altpapier-Korb aus und auch ein paar Sanitär-Unfälle hat es schon gegeben. Bei Geschirrspüler und Kühlschrank muss ich aufpassen – sonst ist die da schneller drinnen als ich „Huch“ sagen kann. Also ganz schön Nervig. Oder? Ich find sie herrlich ❤
Mittlerweile hat sie eigentlich immer Auslauf, wenn ich zu Hause bin – auch nachts. Meistens pennt sie dann, aber ich werde morgens dann auch lieb geweckt. Meist bin ich zwar schon wach, wenn sie sich aus ihrem Käfig bewegt, aber ich gönne ihr den Spaß. Dann klettert sie die Couch hoch, krabbelt unter die Decke und streicht die Beine hinauf, bis sie dann irgendwann mein Ohr leckt. Oder mir in die Nase zwickt. Wenn ich dann in der Küche stehe, um mir den ersten Kaffee des Tages zu holen steht sie wie ein Erdmännchen hinter mir und sieht mich erwartungsvoll an. Dann bekommt sie was leckeres, wird geknuddelt und dann geht sie (nach etwas toben) dann noch mal etwas ausruhen. Wenn sie mal zu viel Unsinn anstellt, wird sie in den Käfig sperrt. Dann liegt sie auf der obersten Ebene, schaut mich gaaaaanz traurig mit ihren kleinen Knopfaugen an, als könnte sie kein Wässerchen trüben …. Tja, in dem Moment habe ich eigentlich schon verloren ^^
Ich liebe die Viecher. Und ich will auch eines. Die sind so herrlich frech, bescheuert, was auch immer – Wenn es die nicht gäbe, müsste man die Erfinden! Freiwillig geb ich die jedenfalls nicht wieder her ❤
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s