TK Eilbek ´13

Aufgenommen …

So … Seit dem 22.1.13 befinde ich mich in der Klapse. Oder genauer: Dem Zentrum für Psychosomatik der Schön Klinik HH Eilbek und dem UKE. Wenn mir vor ein oder zwei Jahren jemand so was gesagt hätte … Ja, nee, is klar.

Aber unverhofft kommt offenbar oft … Irgendwann kann man leider nicht mehr alles ausblenden – also …

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Tag 1 – Aufnahme

Dienstag, 22.1.2013 – 2:30
War schon ein komisches Gefühl – zu wissen, das man am Dienstag mal NICHT zur Arbeit fährt. Aber darüber nachzudenken hatte ich ja auch genug Zeit. Nach dem ich am Wochenende erfahren hatte, das meine Schwester sehr spontan ins Krankenhaus kam – und am Sonntag Operiert wurde war es mit der inneren Ruhe vom WE eh vorbei. Eigentlich wollte ich Samstag Abends noch einmal bei meinen Eltern anrufen, wie die OP denn nun gelaufen ist – Aber irgendwie konnte ich das nicht. Vermutlich hatte ich zuviel Angst vor der Antwort. Am Montag Abend konnte ich mich dann doch überwinden, zum Glück soweit gut gelaufen. Ist ja nicht so, als hätte sie einen Splitter im Finger gehabt …

Aber immerhin konnte ich mich aufraffen, zeitig genug loszugehen – um dann auch kurz nach 8:00 da zu sein. Also massig Zeit, um noch kurz über das Gelände zu irren und die Anmeldung wieder zu finden. Das ging dann auch ganz fix, und schon war ich unterwegs nach Haus 8 – Psychosomatische Tagesklinik. Da war ich dann auch brav bei der Anmeldung im 1.OG … und habe festgestellt, das ich den Alters-Durchschnitt dort etwa halbiert habe dort bloss die Klinik für Ältere ist.

Also noch eine Etage höher – dort hat mich dann eine nette Schwester in Empfang genommen und den ganzen Bürokratischen Aufwand durchgenommen. Ausserdem hab´ ich noch eine Wasserflasche (für den Automaten), eine Decke (wohl für die Entspannungsübungen) und ein Heftchen (für eine Art Tagebuch) bekommen. Letzteres führe ich aber lieber elektronisch – das macht iwie mehr Spass. Später sollte dann der aktuelle „Pate“ – also ein Patient, der in der aktuellen Woche die Neulinge etwas einführt – auf mich zukommen und mir die Einrichtung kurz zeigen.

Später hab´ ich dann noch eine Arbeitskolegin (nennen wir sie mal Hilde (so heisst sie natürlich net wirklich)) wieder getroffen, die dort auch gerade behandelt wird. Und das, wo ich die Woche davor noch mit ihrem Chef darüber gewitzelt habe, das ich sie ja mal besuchen könne …. 😀   Auf jeden Fall tat es aber gut, zumindest ein bekanntes Gesicht zu sehen.

Später habe ich dann meine Therapeutin kennen gelernt, die ebenfalls sehr sympathisch war. Und der habe ich dann über eine Stunde meine Leidensgeschichte erzählt (dazu  ein andernmal was). Auch, wenn noch rein garnix passiert ist – es tat trotzdem gut.

Später kam dann der Patienten-Guide noch und zeigte uns die einzelnen Räume – Kunst-Therapie, Gruppenräume, Küche, Pantry (Geil – Kaffee in Rieeeesen-Kannen! B-) ) … und einmal die Woche werden diverse Ämter vergeben: Kaff´ kochen … Gesc hirr-Spüler bemuttern … Blumen giessen … Neulinge bemuttern. Hoffentlich bekomme ich nie die Blumen – ich hab´ bisher noch alles, was wächst, erfolgreich umgebracht.

Dann haben wir noch etwas Karten gespielt (Wizards … macht auch Spass) und uns alle noch zur grossen Abschluss-Runde getroffen – wo jeder noch einmal erzählen konnte, wie sein Tag war, wie man sich fühlte – und was man noch so vor hat.

Der Heimweg war dann auch noch nett – da bin ich noch etwas mit einer mit-Patientin gefahren, die so halbwegs in meiner Richtung wohnte. Und um 17:35 zu Hause – das hatte ich schon ewig net mehr :o)
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Tag 2

Mittwoch, 23.1.2013

Tja – Und da wären wir schon bei Tag 2. Wieder um halb drei aus der Horizontalen, und dann nüchtern um 8:00 zur Blutentnahme antreten. Super …. Nach etwa einer Stunde habe ich beschlossen, das „nüchtern – nix essen“ reichen muss.

Ohne Kaffee? Ohne mich ….

Normalerweise solen dann die Morgenrunden statt finden – da aber Mittwochs Visite ist entfällt die. Nun gut – das ich auf dem letzten Platz der Warteliste stand hat mich zwar nicht sooo froh gestimmt. Aber was solls …. Irgendwann kam ich auch mal dran. Zwischendurch kann man ja noch ein paar Leute kennen lernen.

Als ich dann so einsam und verlassen auf dem weitenm, weiten Flur erwartungsvoll vor der Tür des Untersuchungszimmers gewartet habe, hatte ich wieder dieses dämliche Gefühl, als würde mich eh niemand ernst nehmen und ich solle mich so anstellen. Oder Würmer im Bauch … was weiss ich. Aber nach einer Ewigkeit 5 Minuten durfte ich dann auch rein … und wurde beglückwünscht, das ich es geschafft habe, meine Psyche in kompetente Hände zu legen. Ich durfte dann auch erzählen – und bekam hinterher noch neue Happy Drops ein zusätzliches Medikament – Paroxetin – das sollte zum einen die Depression dämpfen und den Antrieb wieder etwas in Schwung bringen. Ich meinte, ich hätte auch die Gehirnwäsche genommen. Aber der Chef-Arzt meinte, so was macht man nicht mehr. Iwie schade … :-S

Nachdem Mittag war noch genug Zeit, ein wenig zu Internetten, bevor schon die Abschlussrunde kam – da hab ich mich dann doch gefragt, ob ich das Zeug wirklich nehmen will … die Nebenwirkungen sind ja nicht so ohne. Und das, wo der Doc meinte, die Nebenwirkungen halten sich noch im vertretbaren Rahmen. Ich will lieber nicht erleben, das der mir ´nen Hammer verschreibt …. 😉

… tbc …

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